Landingpages vs. Salespages – Gemeinsamkeiten und Unterschiede

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„Ich habe gelesen, meine Marketing-Kampagne sollte auf eine Landingpage führen. Doch was ist das eigentlich und was ist der Unterschied zwischen einer Landingpage und einer Salespage?“

Diese Fragen stellen sich viele Unternehmer, die Werbung schalten wollen. Unser Artikel soll aufzeigen, was eine Landingpage oder Salespage von einer „normalen“ Webseite unterscheidet und wie eine erfolgreiche Landingpage (oder Salespage) aufgebaut sein könnte.

Ein Artikel von Maria, Sprach-Liebhaberin, „Web-Travelerin“ und Leseratte

Website, Webseite oder Landingpage?

Eine Website beschreibt die gesamte Internetpräsenz eines Unternehmens. Damit sind alle Seiten gemeint, die unter einer individuellen Webadresse (=Domain) erreichbar sind, neben der Homepage (=Startseite) also auch die Kontakt-Seite, die Seite mit der Datenschutzerklärung, die Service-Seite(n), die Blogseiten und alle anderen Seiten. Andere Begriffe für eine Website sind auch Webpräsenz, Webauftritt oder Netzauftritt.

Eine Webseite dagegen ist eine einzelne Seite wie zum Beispiel die „Kontakt-Seite“ oder die „Über-Uns-Seite“. Eine Webseite ist also stets eine Unterseite einer Website.

Landingpages, genauso wie Salespages, zeichnen sich dadurch aus, dass sie nur ein einziges Ziel verfolgen: Menschen zu einer bestimmten Handlung zu motivieren und eine sogenannte „Conversion“ zu erzielen. Das kann der Eintrag einer E-Mail-Adresse, ein Kauf oder der Klick eines Buttons sein, der zu einer bestimmten Aktion führt (wie zum Beispiel einem Download, der Anmeldung zu einem Event, einem Webinar oder einem Newsletter, der Öffnung eines Kontaktformulars).

Eine Salespage (deutsch „Verkaufsseite“) ist eine Landingpage, die darauf ausgelegt ist, etwas zu verkaufen, wie zum Beispiel ein E-Book, einen Onlinekurs, einen Workshop, ein Coaching-Paket, eine Mitgliedschaft oder ein anderes digitales oder physisches Produkt. Da bei einer Verkaufsseite mehr Überzeugungsarbeit geleistet werden muss, sind Salespages oft umfangreicher und strategisch optimiert aufgebaut. Verschiedene Bereiche der Webseite gehen näher auf das Produkt (oder den Service) und dessen Vorteile und Wirkungen auf vorherige Kunden ein. Auf einer Salespage wird oft mehr geschrieben und gestaltet, da vom Besucher mehr als nur eine E-Mail-Adresse verlangt wird.

Landingpages, zuweilen auch Zielseiten oder Marketingseiten genannt, sind üblicherweise nicht über die Navigationsleiste oder die Website erreichbar. Damit das eine Ziel der Landingpage besser erreicht werden kann, wird oft auf überflüssige Links verzichtet, die den Besucher nur ablenken würden.

Salespages werden gerne bei Marketing-Kampagnen eingesetzt. Meistens bewerben sie ein bestimmtes Produkt (oder eine Dienstleistung) und sind speziell für dieses Produkt getextet und zugeschnitten. Auf einer solchen (zur Anzeige oder Suchanfrage passenden) Seite landet der potenzielle Kunde dann zum Beispiel, wenn er auf ein Suchergebnis, auf eine Anzeige oder ein Werbebanner geklickt hat.

Als Nächstes werden wir Ihnen zwei Landingpage-Beispiele zeigen. Das erste Beispiel zeigt einen möglichen Aufbau mit einem Erklär- oder Werbevideo, das andere Beispiel enthält ein Opt-in-Formular, also ein Feld, in das der Besucher seine E-Mail-Adresse eintragen kann.

Beispielhafter Aufbau einer Landingpage

Im Vergleich zu einer Salespage enthält eine einfache Landingpage weniger Text. Eine Landingpage, die nur nach einer E-Mail-Adresse fragt, einen Download anbietet oder zu anderen Seiten mit mehr Informationen leitet, könnte zum Beispiel folgendermaßen aussehen:

Im obigen Beispiel besteht die Seite aus einer Überschrift, einer zweiten Überschrift, einem Video, drei Stichpunkten mit Nutzenbeschreibungen und einem Call-to-Action-Button.

Die Überschrift sollte neugierig machen und einen ansprechenden Nutzen kommunizieren oder ein Versprechen geben, das Ihr Produkt für den Kunden einlösen soll. Die zweite Überschrift könnte dann genauer spezifizieren, wer die optimalen Kunden für das Produkt sind oder auf welche Weise das Versprechen erfüllt wird.

Es sollte immer darauf geachtet werden, dass der erste Call-to-Action-Button so auf der Seite platziert wird, dass er bei Aufrufen der Seite direkt sichtbar ist (der Besucher also nicht erst scrollen muss). Man nennt diese Position im Englischen auch „above the fold“, also „über der Faltkante“. Der Begriff kommt aus einer Zeit, in der noch Werbepost verschickt wurde und die erste Handlungsaufforderung über der Knickfalte auftauchen sollte.

Ein weiteres Beispiel einer Landingpage ist eine Opt-in-Seite, also eine Webseite, die ein Formular enthält, in das der Besucher seine E-Mail-Adresse eintragen kann. Auf solchen Seiten werden Besuchern gerne kostenlose Produkte wie E-Books oder Mini-Kurse als Gegenleistung angeboten. Solch eine Seite könnte zum Beispiel so aussehen:

Im Folgenden werden wir aufzeigen, wie eine Salespage aufgebaut sein könnte, welche Bereiche häufig auf Salespages zu finden sind und welche Grundregeln für Texte als Best Practice angesehen werden.

Beispielhafter Aufbau einer Salespage

Das folgende Beispiel stellt eine mögliche Struktur einer Verkaufsseite dar und beschreibt die einzelnen Bereiche.

  1. Ein Logo gibt Ihrem Unternehmen eine Identität und hilft Ihren Besuchern, Ihr Unternehmen wiederzuerkennen und von Wettbewerbern zu unterscheiden.
  2. Holen Sie den Besucher mit einer spannenden Überschrift ab. Eine Überschrift sollte den Nutzen kommunizieren, Ihre Besucher neugierig machen und vielleicht auch aufzeigen, für welche Zielgruppe Ihr Produkt ist. Ein Beispiel wäre „Wie Agentur-Eigentümer 5x mehr Neukunden gewinnen, ohne Ihr Marketing-Budget zu erhöhen“.
  3. Eine genauere Beschreibung des Problems oder das Stellen derselben Fragen, die der Besucher vielleicht schon im Kopf hat („Kennen Sie das auch, wenn…“). Das gibt dem Besucher das Gefühl, dass er auf dieser Seite richtig ist. Er fühlt sich verstanden und möchte nun mehr erfahren. Man kann das Problem mit einer Geschichte verdeutlichen oder mehrere „Schmerzpunkte“ ansprechen, sodass dem Kunden bewusst wird, was ihn erwartet, wenn er das Problem nicht löst.
  4. Im Folgenden können Sie Ihre Lösung vorstellen und aufzeigen, wie durch Ihre Dienstleistung oder durch Ihr Produkt das Leben des Kunden verbessert werden kann. Eine stichpunktartige Aufzählung der Nutzenvorteile hilft ihm zu erkennen, was er durch die Nutzung Ihres Produktes dazugewinnen würde. Dabei ist es wichtig, den Nutzen aus Kundensicht darzustellen und nicht Eigenschaften Ihres Produktes. Ein Nutzen wäre also „günstigere Kundengewinnung“ (durch Ihren Werbevideo-Kurs) oder „erleichtert Ihnen das Sehen in der Nacht“ (Taschenlampe), Eigenschaften wären dagegen „besteht aus 5 Lektionen“ (Werbevideo-Kurs) oder „mit Edelstahlbeschichtung“ (Taschenlampe).
  5. Die erste Handlungsaufforderung („Call-to-Action“) fordert den Besucher zum Kauf des Produktes auf.
  1. Das Einfügen einer kurzen Beschreibung über Sie zeigt dem Besucher, wer hinter dem Produkt steht und schafft so mehr Vertrauen. Wenn Sie zeigen, wer Sie sind und warum Sie dieses Produkt anbieten, lernt der Besucher Sie besser kennen und erfährt mehr über die Hintergründe des Produktes und Ihre Motivation.
  2. Nicht immer ist sofort ersichtlich, für wen sich Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung besonders gut eignen. Wenn Sie festgestellt haben, wer von Ihrem Produkt oder Ihren Leistungen besonders profitiert oder mit welchen Kunden Sie am erfolgreichsten zusammenarbeiten, lassen Sie es den Leser wissen. Ersparen Sie Ihrem Besucher Zeit und erleichtern Sie es ihm, sofort zu erkennen, ob das Produkt (oder Ihre Dienstleistung) für ihn geeignet ist oder nicht.
  3. Referenzen und Testimonials liefern aussagekräftige Beweise dafür, dass Ihre Lösung funktioniert. Sie zeigen, dass andere mit Ihrer Hilfe Erfolge erzielt und ihr Ziel erreicht haben oder ihr Problem lösen konnten.

Ein weiterer Call-to-Action-Button soll den Besucher zum Kauf Ihres Produktes oder Ihrer Dienstleistung anregen.

  1. Wenn der Kunde sich für das Produkt oder die Dienstleistung interessiert, will er natürlich auch wissen, was er für die Lösung seines Problems (oder das Erreichen des gewünschten Ergebnisses) zahlen muss. Wenn Sie individuelle Preise für Ihre Kunden haben, könnte das Einfügen eines Kontaktbuttons oder -formulars die Lösung sein. Über den Button könnte der Kunde dann zum Beispiel entweder seine Daten (E-Mail, Telefonnummer, Nachricht etc.) hinterlassen oder direkt einen Termin für ein Gespräch in Ihrem Kalender buchen. Wenn es bestimmte Kaufvoraussetzungen oder Lieferbedingungen gibt, wäre das auch der richtige Ort, um diese zu erwähnen.
  2. FAQ, also „Frequently Asked Questions“ (auf Deutsch „häufig gestellte Fragen“) können auf eine Verkaufsseite gestellt werden, müssen aber nicht. Eine Alternative wäre das Erstellen einer extra FAQ-Seite, die im Footer zu finden ist.
  3. Die Gewährung einer Geld-zurück-Garantie oder einer Ergebnis-Garantie führt zu höheren Conversion-Raten, da der Kunde eine Sicherheit bekommt, sein Geld zurückzubekommen, wenn ihm das Produkt nicht zusagt.

Der dritte und letzte Call-to-Action-Button soll den Besucher noch einmal motivieren, Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung zu kaufen.

Zusammengefasst machen gute Salespages und Landingpages aus Besuchern Kunden. Sie sind ein gutes Instrument, um den Fokus von Besuchern auf bestimmte Eigenschaften und Nutzenvorteile eines Produktes oder einer Dienstleistung zu lenken und alles, was ihn ablenken würde, auszublenden.